Jürgen wurde als 3.Kind und Nesthäkchen geboren. Nach einer schweren Kindheit und folgender Arbeitslosigkeit haben wir uns gefunden.
Eigentlich fand ja er mich, von da an ging es aufwärts. Jürgen hat neuen Lebensmut gefasst und auch Arbeit gefunden. 1990 haben wir dann geheiratet, es war eine außergewöhnliche Hochzeit. Schon allein der Gedanke an den Trommler der samt seiner Trommel zur Tür hereinfiel ließ uns desöfteren schmunzeln.
Dann kamen unsere 3 Söhne, wobei auch unser dritter ein "Überraschungsei" war. Als letztes Familienmitglied kam dann unser Hund Balou, sein "großer Dicker Schlapp Schlapp".
Die teils doch schweren Krankheiten unserer 3 Racker haben wir gemeinsam gemeistert, gemeinsam waren wir stark! Wir verstanden uns auch ohne Worte....
Dann, im Februar 2003 hat er wieder durch Krankheit seine Arbeit verloren. Ein erstes Zeichen vielleicht? Warum ?!? Das fragte ich mich oft. Es lief doch seit langem endlich mal alles gut. Ich verstand nicht, warum ein Mann mit so vielen Fähigkeiten keine Arbeit mehr fand, aber es war so.
Es sollte unser letztes halbes Jahr sein, und das sollte sehr schön sein. Das alles hab ich allerdings erst lange Zeit nach seinem Tod verstanden. In diesem halben Jahr waren so viele Dinge passiert die ich mir nicht erklären konnte, jetzt kann ich es.
Dann kam der 28.Oktober 2003, der Tag vor seinem Tod.
Es war ein sehr schöner Tag, und ein noch schönerer Abend. Jürgen hat mit den Kindern rumgealbert, als ob er selbst ein kleiner Junge wäre. Später sind wir alle (inkl. 50 kg-Hund) in die Ehebetten gesprungen und haben rumgealbert, was wir vorher noch NIE getan haben.
Am nächsten Morgen sollte Jürgen nicht mehr aufwachen - Sekundentot - hieß es...
Meine Wiederbelebungsversuche haben leider nicht mehr helfen können.
Nun muss ich den Weg den wir gemeinsam gehen wollten, alleine gehen. Ich werde versuchen alles zu meistern und den Kindern die Mutter sein die sie verdienen.
Auf seinen Grabstein habe ich unsere Hoffnung schreiben lassen:
In Liebe